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Ein offener Brief an Familien · 2026

Wo sind die Daten unserer Kinder?

Eine Reflexion über Privatsphäre und technologische Souveränität in den Klassenzimmern.

Liebe Familien,

wenn wir unsere Kinder in der Schule anmelden, vertrauen wir darauf, dass sie dort in einem sicheren Umfeld sind. Wir sorgen uns um ihr körperliches, emotionales und schulisches Wohlbefinden. Ein unsichtbarer, aber entscheidender Aspekt wird jedoch oft übersehen: der Umgang mit ihren privaten Daten im digitalen Raum.

In letzter Zeit ersetzt das Bildungsministerium (Conselleria) in den Schulen öffentliche Verwaltungssysteme und Unterrichtswerkzeuge durch Plattformen großer privater Unternehmen (wie Microsoft 365 oder von Subunternehmern kontrollierte Tools). Dies mag uns als rein technische Änderung oder als „bequemer“ dargestellt werden, ist jedoch eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Und das ist keine abstrakte Sorge: Im Juli 2024 kam es beim balearischen Schulverwaltungssystem (GestIB) zu einem unbefugten Zugriff, bei dem persönliche Daten von Schülern und Familien offengelegt wurden. Das neue Nachfolgewerkzeug, Llull, wurde für 5,4 Millionen Euro an ein privates Unternehmen vergeben, während Schulen bereits seit Januar über Fehler berichten.

Warum sollte uns das als Familien betreffen?

Unsere Kinder sind keine Kunden, sondern Schüler in der Ausbildung. Ihre Privatsphäre und der Schutz ihrer persönlichen Akte ist ein verfassungsmäßiges Recht, das wir alle gemeinsam verteidigen müssen.

Dabei gibt es bereits funktionierende Alternativen. Die Region Madrid versorgt ihre gesamte Bildungsgemeinschaft seit Jahren mit EducaMadrid, einer öffentlichen Plattform, die auf freier Software basiert und unter der Kontrolle der Verwaltung selbst steht. Auch Europa bewegt sich in diese Richtung: Im Juni 2026 ersetzte das Europäische Parlament Google auf allen seinen Computern durch eine europäische Suchmaschine, die Kommission stellte ihr Gesetzespaket zur technologischen Souveränität vor, und Frankreich hat jedes Ministerium angewiesen, einen Plan zum Abbau ausländischer Technologieabhängigkeiten zu erstellen. Was wir für die Schulen unserer Kinder fordern, setzen die europäischen Institutionen für sich selbst bereits um.

Was können wir diese Woche tun?

Um mehr zu erfahren und fundiert zu handeln

Dieses Problem ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Muster, das unser gesamtes Bildungssystem betrifft. Wenn Sie alle technischen und rechtlichen Details erfahren und ein Dokument mit wesentlich mehr Kontext erhalten möchten, das speziell zur Information und Sensibilisierung von Lehrkräften konzipiert wurde, laden wir Sie ein, den vollständigen Brief zu lesen unter:

saberlibre.net/LE/DE/Brief-an-Lehrkraefte-de.html